Reisen in Malawi


Mulanje-Massiv


Das Mulanje-Massiv, in dessen Schatten das Krankenhaus liegt, ist mit 3002m der höchste Berg Zentralafrikas und bietet Gelegenheit für mehrtägige Wanderungen. Es bietet sich zum Beispiel eine Wochenendtour mit einer Übernachtung in einer Berghütte an. Dabei geht es mit über 2000 Höhenmetern besonders beim Aufstieg anstrengend zu. Um genügend Zeit für Pausen zu haben und ggfs. der Mittagshitze zu entgehen, sollte man möglichst früh aufbrechen. Ein guter Startpunkt für ein solches Unterfangen ist der Ort Likhubula, der etwa eine Autostunde südwestlich des Krankenhauses liegt. Es empfiehlt sich, einen Tourguide zu engagieren und nicht auf eigene Faust zu wandern. Dabei sollte man darauf achten, dass es sich um einen lizensierten Guide handelt. Dazu registriert man sich am besten in der offiziellen Forestry Station etwas oberhalb von Likhubula. Für eine zweitägige Tour inklusive Übernachtung wurden in der Vergangenheit bei einer Gruppe von fünf Personen insgesamt etwa 50$ vom Guide berechnet. Für die Übernachtung gibt es u.a. ein Selbstversorgerhaus mit Betten und Feuerstelle namens “CCAP-Hut”. Dabei sollte man an genügend Proviant auch für den Abend und den Abstieg am nächsten Tag denken. Der Ausflug ins Gebirge ist für viele Famulanten ein denkwürdiges Erlebnis. Die sportliche Herausforderung wird mit spektakulären Aussichten belohnt.


Majete Wildlife Reserve


Für eine klassische afrikanische Safari ist dieses Tierschutzgebiet die richtige Adresse. Fährt man mit dem Minibus nach Blantyre und steigt dort um, sind es noch einmal etwa 50km bis zur Stadt Chikwawa. Von dort aus muss man sich eine Mitfahrgelegenheit zum Park organisieren. Der Park beherbergt u.a. Löwen, Leoparden und zahlreiche Elefanten, denen man sehr nahe kommt. Die verschiedenen Safari-Angebote sind professionell organisiert. Als Übernachtungsmöglichkeit bietet es sich an, ein Zelt zu leihen, das von Angestellten im geschützten Campingbereich aufgebaut wird. Duschen sowie ein Restaurant sind vorhanden.


Zomba Plateau


Die Stadt Zomba liegt nördlich von Phalombe und ist mit Minibussen oder privaten Mitfahrgelegenheiten gut zu erreichen. Zomba liegt am Fuß des mächtigen Zomba Plateau. Diese Hochebene, deren höchster Punkt über 2000m über dem Meeresspiegel liegt, ist eine der größten Touristenmagnete der Region. Es wird empfohlen, sich mit einem Taxi hinauf fahren zu lassen, um oben die Wanderwege mit grandiosen Aussichtspunkten zu genießen. An klaren Tagen soll man sogar bis nach Blantyre und zum Mulanje-Massiv sehen können. Verglichen mit dem Aufstieg ins Mulanje-Massiv sind die Wanderungen hier deutlich gemütlicher, da es viel weniger Steigungen zu bewältigen gilt. Übernachten kann man zum Beispiel im Hotel Casa Rossa, das mit hervorragender italienischer Küche überzeugt.


Liwonde Nationalpark


Der Liwonde Nationalpark liegt nördlich von Zomba und bietet sich zum Beispiel als Zwischenstopp auf dem Weg zum Malawisee an. Im Gegensatz zum Majete Nationalpark kann man hier bei der River Safari Nilpferden sehr nahe kommen. Außerdem gibt es u.a. viele Elefanten und vereinzelt Nashörner.


Malawisee


Der riesige Malawisee ist der neuntgrößte See der Erde und das Reiseziel in Malawi überhaupt. Der See und die Küstenregion haben in etwa Mittelmeer-Charakter. Aufgrund der Distanz zum Krankenhaus reicht hier ein Wochenende nicht wirklich aus. Viele Famulantengruppen haben daher nach ihrer Famulatur noch ein paar Tage für diese Reise eingeplant. Beliebte Ziele sind die Monkey Bay, wo sich ein Strand-Hostel mit traumhafter Kulisse direkt am Wasser befindet, und der für malawische Verhältnisse touristische Ort Cape MacLear. In Cape Mac Lear gibt es verschiedenste Unterkünfte, in denen auch Wassersportgeräte und Boote gemietet werden können. Das Hotel “The Funky Cichlid” bietet den meist jungen Touristen je nach Saison sogar so etwas wie ein Nachtleben. Im Vergleich zur Region Phalombe, wo Menschen mit weißer Haut eher die Ausnahme sind, bietet dieser Küstenstreifen des Malawisees also die Gelegenheit, sich inmitten anderer Touristen unauffälliger zu bewegen und sich am Strand von den Eindrücken aus dem Krankenhaus zu erholen.