Nachricht von unserer Famulantin Fiona Schirmbeck

25.07.2019


"Seit gut 3 Wochen bin ich schon hier am Holy Family Mission Hospital in Phalombe. Die Zeit ist viel schneller verflogen, als ich es zu Anfang gedacht habe. Da ich die einzige Famulantin aus Deutschland diesen Monat war, war es gerade am Anfang nicht leicht für mich, aber ich habe mich mittlerweile gut eingelebt und die Warmherzigkeit der Malawier macht es einem auch nicht schwer. Da machten es mir die Umstände und die Arbeitsweise im Krankenhaus viel schwerer - oft fehlt es gar nicht so sehr am Equipment wie ich es erwartet hätte, sondern häufig verhindern die mangelnde Ausbildung und fehlende Weiterbildung der Clinicians die adäquate Versorgung der Patienten. Das war und ist für mich schwer zu akzeptieren, weil man es aus Deutschland so gewohnt ist, ständig Fortbildungen zu haben. Zum Beispiel müssen Kinder mit Brandwunden viel stärkere Schmerzen ertragen.
Aber genau um solche Erfahrungen zu machen bin ich nach Malawi gekommen und um zu sehen, wie ein Gesundheitssystem in einem Entwicklungsland funktioniert. Ich denke, erst in Deutschland werde ich realisieren, wieviel ich hier gelernt habe (nicht unbedingt medizinische Sachverhalte, aber vieles, was mich in meinem späteren Berufsleben und in meiner Position als Ärztin bereichern wird). Ich habe mich immer stets willkommen und sehr gut betreut gefühlt und würde es jedem Medizinstudenten empfehlen, so eine Erfahrung mitzunehmen, wenn sie sich einem bietet (vielleicht nicht unbedingt allein, wenn sich das vermeiden lässt :-) )"


Teile diesen Artikel: