Projekt zur Prävention von Infektionskrankheiten

27.05.2017


"Infektionskrankheiten zählen im Holy Family Hospital zu den häufigsten Diagnosen.
Hierzu gehören zum Beispiel Kleinkinder mit schweren Lungenentzündungen oder Malaria sowie immunschwache HIV-Patienten mit opportunistischen Infektionen. Diese Patienten sind besonders anfällig für sekundär erworbene Krankheitserreger.
Konsequente Handhygiene hilft in modernen Krankenhäusern, Keime nicht zu verschleppen und so Patienten und Mitarbeiter zu schützen.
Im Holy Family Hospital waschen sich die Mitarbeiter die Hände mit Wasser und auch dies meist nur nach Kontakt mit Wunden und Körperflüssigkeiten. Die Händedesinfektion wird oft als nicht notwendig erachtet, sofern bei der vorhergehenden Prozedur Handschuhe getragen wurden.
Auch das von uns Famulaten hierhin gebrachte Desinfektionsmittel wird daher kaum verwendet.
In den vergangenen Wochen haben wir einen Vorstoß zur Verbesserung der Handhygiene unternommen.
Nach einer Rezeptur der WHO wurde, gemeinsam mit der Krankenhausapotheke, ein kostengünstiges Desinfektionsmittel zubereitet, dessen Inhaltsstoffe leicht in Malawi zu beschaffen sind. Die Kosten hierfür betragen etwa 0.3 US-Dollar pro 100 ml und sind damit circa zehnmal geringer als für kommerziell erhältliches Handdesinfektionsmittel.
Die Idee wurde von den Mitarbeitern positiv aufgenommen und es gibt jetzt auf jeder Station mindestens eine Flasche Handdesinfektionsmittel. Auch die weitere krankenhauseigene Produktion ist gesichert.
Wir hoffen mit diesem Projekt einen Beitrag zu einer eigenständigen und fortschrittlichen Infektionsprävention zu leisten, jedoch bleibt abzuwarten ob die Initiative auch langfristig Früchte tragen wird."
Wir bedanken uns bei Jens und Stephano für die Umsetzung und wünschen den beiden weiterhin einen guten Aufenthalt.


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