Youth Friendly Health Service (YFHS)

Die Infektion mit dem HI-Virus, welches ohne adäquate Behandlung zur Immunschwächekrankheit AIDS führt ist nach wie vor ein großes Problem im District Phalombe, wie auch im Rest Malawis. Mangelnde Aufklärung sexuell aktiver Erwachsener sowie die schlechte Versorgung mit Präservativen begünstigen das Auftreten von neuen HIV-Infektionen vor allem bei jungen Menschen. Insbesondere im ländlichen Teil Malawis ist nicht immer eine adäquate Behandlung der Infektion gewährleistet. Dies führt zu schweren und letztlich tödlichen Verläufen der Immunschwächekrankheit. Die teure Behandlung belastet den Etat der örtlichen Gesundheitseinrichtungen erheblich, unter anderem auch weil sie anfällig für viele weitere schwere Erkrankungen (Tuberkulose, Lungenentzündungen, usw.) macht. Ericks Projekt setzt deshalb bei der sogenannten Primärprävention, also der Verhinderung des Auftretens neuer Infektionen an. Bisher konnte das Projekt über 3500 junge Menschen in der Altersgruppe der 10-24-jährigen erreichen und durch Aufklärung das Bewusstsein für HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten schärfen. Dazu wurde ein Jugendtreffpunkt aufgebaut, von dem aus das Projekt koordiniert wird. Dort entsteht außerdem eine kleine Sammlung von Büchern zu diesen Themen, mit denen eine konstante Weiterbildung ermöglicht werden soll. Durch gemeinsame Aktionen mit den Gemeinden und monatliche Veranstaltungen in den Schulen der Region wird intensive Aufklärungsarbeit im Bereich der sexuellen Erziehung und der Infektionsprävention geleistet. Die Aufklärungsarbeit umfasst auch die Beseitigung häufig vorherrschender Fehlinformationen und kulturell bedingten Aberglaubens im Hinblick auf sexuell Übertragbare Krankheiten. Es sollen künftig auch die ortsansässigen Gesundheitseinrichtungen miteinbezogen und der Erfolg des Programmes durch örtliche Datenerhebung kontrolliert werden. Die Verhinderung neuer HIV-Infektionen ist eine Aufgabe, die große Anforderungen an die gesamte Gesellschaft stellt und eine funktionierende Infrastruktur voraussetzt. Eine Kampagne zur Verteilung von Kondomen ist deshalb Teil des Projektes. Diese sollen in öffentlichen Einrichtungen wie z.B Friseursalons kostenlos zur Verfügung stehen. Wir danken Erick für sein grenzenloses Engagement bei der Bewältigung dieser großen Aufgabe!

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